OBD2 Diagnostik und Monitoring

  • so, jetzt habe ich ein wenig mit CarScanner herumgespielt ... die App-Ansicht mit den Kacheln finde ich gelungen - die Ansicht in AndroidAuto ist aber echt irgendwie aus den 70ern und rein textbasiert.


    Gibt es nicht eine App, die das ganze schön in Kacheln darstellen kann?

    Meine Garage:

    1. Austral FH 200 Iconic Esprit Alpine; EZ 11/24

    2. R5 ComfortRange Iconic in Pop Yellow; EZ 12/24

    3. Scenic e-Tech LongRange Iconic; EZ 01/25

  • Hallo zusammen


    Ich habe letzte Woche zwei Fahren à 120km mit dem CarScanner beobachtet. Dabei habe ich wieder festgestellt, dass der R5 selbst bei der Klimatisierung auf ECO den Akku mit bis zu 25° warmem Wasser heizt. So wurde der Akku auf diesen 120km mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit 77km/h von 11° auf 18° geheizt. Mein Enyaq heizt in einer solchen Situation den Akku kaum mehr als 1° durch die Fahrt mit 120km/h. Erst wenn ich 140km/h oder mehr fahre, wird der Akku durch den Strombezug erwärmt. Die Heizung springt aber nicht an. Bzw. beim Enyaq 3.x nur wenn der Akku < 0° hat.

    Vor der Rückfahrt stand das Auto in der Tiefgarage. Bei der Abfahrt war der Akku 18.5° warm. Trotzdem wurde der Akku während der Rückfahrt über 120km wieder mit 25-27° warmem Wasser versorgt und somit von 18.5° auf 21.5° gewärmt.


    Ich denke diese Erwärmung des Akkus ist nicht energieeffizient.


    Habt ihr auch schon solche Beobachtungen bemacht?


    Verbrauch war jeweils bei dichtem Verkehr und 77km/h Durchschnittsgeschwindigkeit bei 16 bzw. 17kWh/100km.


  • Danke für die Werte, sehr interessant. Für die genauen Hintergründe müsste man die Ingenieure und Chemiker bei Renault fragen, aber hier sind meine Gedanken dazu:


    Die ideale Temperatur eines NMC-Akkus während der Fahrt (Entladen) liegt so zwischen 20–35°C, in dieser Zone hat er den geringsten Innenwiderstand und die beste Leistungsabgabe. Wenn die Wärmepumpe das effizient genug macht, kann das durchaus ein Energievorteil bringen.


    Generell kann man sagen, das Aufwärmen während der Fahrt sorgt für:


    1) Bessere Leistungsfähigkeit: Kalte Akkus haben einen höheren Innenwiderstand, wodurch die Leistungsabgabe begrenzt wird. Durch Erwärmen verbessert sich die Stromaufnahme und -abgabe.


    2) Effizientere Rekuperation: Ein kalter Akku kann Rekuperationsenergie nur eingeschränkt aufnehmen. Eine moderate Erwärmung verbessert die Ladefähigkeit.


    3) Schutz vor schneller Alterung: Extreme Temperaturen (besonders Kälte) erhöhen den Verschleiss der Elektroden und Elektrolyten.


    4) Vermeidung von Lithium-Plating: Beim Laden eines kalten Akkus kann sich metallisches Lithium an der Anode abscheiden, was langfristig zur Degradation und möglichen Sicherheitsproblemen führt.